Deine Hebamme in der Übersicht

Wie sie Dir helfen kann während der Geburt und was sie so wertvoll macht.

Ja, ich möchte eine Hebamme

Deine Hebamme

Google nicht nach Deinen Problemen in der Schwangerschaft, sondern nach einer guten lokalen Hebamme. Wieso? Hier 5 Gründe warum Du Deine Zeit lieber in die Suche nach einer guten Hebamme investieren solltest:

 

  1. Deine Hebamme ist zu jeder Zeit in der Schwangerschaft Deine Ansprechpartnerin für ein körperliches und seelisches Wohlbefinden
  2. Bei der körperlichen Vorbereitung steht Deine Hebamme mit Rat und Tat zur Seite
  3. Nicht nur vor der Entbindung ist Deine Hebamme Ansprechpartnerin, sondern auch danach. (Stillen, Babypflege und Rückbildung)
  4. Ist Dir einmal alles zu viel besteht die Möglichkeit auf Hausbesuche
  5. Im Kreissaal ist Deine Hebamme Deine Vertraute, die Dich bei der Entbindung begleitet

Ihr Ursprung

Das Wort Hebamme leitet sich aus dem althochdeutschen Wort „Hev(i)anna“ ab und bedeutet so viel wie Ahnin bzw. Großmutter, die das Neugeborene aufhebt (hevan) und hält. Ein anderer Name war auch Wehemutter.

Die Geschichte der Hebamme reicht weit in die frühe Menschheitsgeschichte zurück und die Hebamme ist einer der ältesten Frauenberufe. Die Tempelmalereien aus dem dritten Jahrtausend vor Christus, legen ein Zeugnis über die Hebammenkunst ab.

Am Ende des Mittelalters entstanden Berufsordnungen für Hebammen und ab dem 14. Jahrhundert sind Hebammeneide belegt. Zu dieser Zeit würde die Hebamme auch Weißfrau genannt.

Ein erster Wandel ergab sich im 16./17. Jahrhundert, als immer mehr Ärzte ihr Handwerk studiert haben und Hebammen nun vor Anstellung über ihr Wissen geprüft wurden.

Bis ins 18. Jahrhundert blieb das Kindern auf die Welt helfen Frauensache. Nur in Notfällen wurden bei einer Geburt Ärzte hinzugerufen. Ebenso blieb die Ausbildung in Frauenhand. Im 18. Jahrhundert gab es die ersten Entbindungskliniken und die ersten Hebammenschulen. Die Kliniken standen unter der Leitung von Ärzten, da es eine Ausnahme war, wenn Frauen Medizin studieren durften. Frauen, die entbunden haben, zogen zu dieser Zeit aber weiterhin die Hausgeburt mit einer Hebamme der Klinik vor.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Geburtshilfe mit dem Kaiserschnitt unter Nakose revolutioniert. Seit der Antike war zwar der Kaiserschnitt bekannt, aber er konnte bis zur Neuzeit nur an der toten Mutter vorgenommen werden und eventuell wurde so noch das Kind gerettet.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts gibt es einen Wandel, denn die Hausgeburten wurden weniger und immer mehr Kinder wurden in Krankenhäusern auf die Welt gebracht. Ein Grund war natürlich die technische Ausstattung einer Klinik, aber auch, dass die Kosten der Geburt seit 1968 von den Krankenkassen übernommen wurden.

Ihr Aufgabenfeld

In der heutigen Zeit hat die Hebamme, neben der Geburtshilfe, noch die Aufgaben der Schwangerschaftsvorsorge und der Wochenbettbetreuung. Bei der Schwangerschaftsvorsorge können Hebammen bei einer komplikationsfreien Schwangerschaft, bis auf die Ultraschalluntersuchungen, alle Untersuchungen – wie sie auch beim Frauenarzt angeboten werden – durchführen. Viele Geburtsvorbereitungskurse werden von Hebammen geleitet. Ab Wehenbeginn wird die Geburt von der Hebamme geleitet. Es liegt in ihrer Verantwortung, ob ein medizinisches Eingreifen notwendig sein wird. Nach der Geburt werden von der Hebamme alle notwendigen Untersuchungen von Mutter und Neugeborenem durchgeführt. Die Wochenbettbetreuung umfasst die Beratung und Hilfe zur angemessenen Pflege und Ernährung – insbesondere Hilfe beim Stillen – sowie die Überwachung der Rückbildungsvorgänge und die eventuell vorhandene Wundheilung. Auch Rückbildungsgymnastik gehört zum Aufgabengebiet der Hebamme.

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Die Ausbildung einer Hebamme

Ca. 60 Hebammenschulen sind in Deutschland verzeichnet, sie sind jeweils an eine Klinik angeschlossen. Es muss eine Ausbildung von drei Jahren absolviert werden. Dabei besteht sie aus einem 1.600-stündigen Theorieteil und einem 3.000-stündigen Praxisteil. Die Theorie umfasst in der Regel die Geburtshilfe, die Anatomie, die Physiologie und die Pädiatrie. Im Praxisteil geht es dann in der Klinik in den Kreißsaal, auf die Wochenstation, in die Kinderklinik und in den Operationssaal, um das Erlernte praktisch anzuwenden und zu vertiefen. Wer bereits eine ausgebildete Krankenschwester ist, kann die Ausbildung zur Hebamme in zwei Jahren absolvieren. Die Ausbildung endet mit einem staatlichen Examen.

Eine Hebamme kann heut zu Tag in einer Klinik angestellt sein oder ist freiberuflich Tätig.